
The Go Find, Morr Musics neuestes Signing, ist eine Ein-Mann-Band aus Antwerpen, Belgien. Der Mann heißt eigentlich Dieter Sermeus, er ist 28 Jahre alt und hat neben einem großen, musikalischen Talent das Zeug zum Indie-Posterboy 2004. Und das nicht nur, weil er eine Gitarre genauso gut zu bedienen weiß, wie ein G4 Powerbook, um schöne Popsongs für nächtliche Autofahrten oder den improvisierten Dancefloor im eigenen Wohnzimmer zu schaffen.
Wer sich nun die Kette Neuer Act - Belgien - Morr Music assoziativ in Richtung Styrofoam verlängert, dem sei verziehen, denn ohne Arne van Petegem, wie Styrofoam im echten Leben heißt, würde The Go Find wahrscheinlich mehr LoFi und weniger sophisticated klingen, doch dazu später mehr.
Nachdem sich Dieter bis zum zarten Alter von 15 Jahren bereits ausführlich seiner unschuldigen Faszination für die Cure- und Duran Duran-Platten seiner älteren Schwester hingegeben und die Hooks der Hits und die Posen der Popper in sein Innerstes gesogen hatte, sorgte vor allem das Label SST und die Folgen für einen radikalen U-Turn in Sermeus' musikalischer Orientierung. Die erste Band, sie hieß Orange Black, war schnell gegründet und natürlich spielte Dieter die Gitarre und sang. Als er 17 war, durften seine Jungs und er als Vorgruppe von Pavement in einigen belgischen Clubs auftreten. Support-Gigs für Stereolab, Seam oder Unwound folgten.
In der Zwischenzeit begann Dieter in einer weiteren Band namens Napkin Vs. Soda zu spielen. Innerhalb einer sehr lebendingen Homerecording-/LoFi-Szene veröffentlichten sie mehrere Kassetten und tauchten auf zahlreichen Compilations auf. Orange Black wiederum veröffentlichten drei Alben auf Atomic und Lableman ("It's Electric", "Bright Lights", "Morning Notes") und eine 7inch ("freak generation b/w nutricious").
Vor drei Jahren begann Sermeus dann, mit elektronischer Musik zu experimentieren. Es brauchte allerdings eine ganze Zeit, bis Sermeus seinen Anspruch an gutes Songwriting mit ausgeklügelter Elektronik verbinden konnte. Einen nicht unwesentlichen Anteil am Gelingen dieses Unterfangens hatte dabei der eingangs erwähnte Styrofoam. Der lehrte Dieter die Grundlagen Computer basierter Musikproduktion. Einge der Songs auf The Go Finds Debütalbum haben ihren Ursprung in dieser frühen Phase, wurden aber in fast wöchentlichen Meetings mit Arne im Studio oder bei einigen Tassen Cappucinos immer wieder und weiter verfeinert. Als wesentlich größere Herausforderung entpuppten sich jedoch die Gesangsaufnahmen, der sich Dieter mit Bravour stellte. Diese Stimme sitzt, mittig und fest im Zentrum dieses Albums.
Aufgrund des sehr engen Austauschs zwischen Sermeus und van Petegem, besteht musikalisch eine nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeit zwischen Styrofoam und The Go Find (nichtzuletzt ist der eine des anderen Bandmitglied, wenn es ums Livespielen geht). Wo Styrofoam sich aber immer wieder nach innen wendet, ist The Go Finds grundsätzliche Stoßrichtung extrovertiert und Sermeus beweist damit ein ebenso sicheres wie unverkrampftes Gespür für Pop, der am Hirn vorbei direkt ins Herz zielt. Wenn einem dabei die zuckersüßen Songs von The Postal Service oder das herbstliche Glühen von The Notwist in den Sinn kommen, ist das keineswegs abwegig, denn The Go Find besetzt selbstbewusst die Schnittmenge dieser Bands, die für ihn einen wesentlichen Einfluss darstellen.
Neben seiner selbst ist sich The Go Find darüberhinaus eines gewissen Stils bewusst, denn auf die Frage, wo man seine Musik am besten hören solle, antwortet er nicht unbedingt überraschend mit "im Auto bei Nacht". Doch es muss nach Möglichkeit ein 1975er Lada sein. Für den wahrscheinlichen Fall, dass man ein solches Gefährt nicht gleich zur Hand hat, empfehlen wir die Clubbühnen der Welt, denn dort gehört The Go Find schon immer hin.
Wer sich nun die Kette Neuer Act - Belgien - Morr Music assoziativ in Richtung Styrofoam verlängert, dem sei verziehen, denn ohne Arne van Petegem, wie Styrofoam im echten Leben heißt, würde The Go Find wahrscheinlich mehr LoFi und weniger sophisticated klingen, doch dazu später mehr.
Nachdem sich Dieter bis zum zarten Alter von 15 Jahren bereits ausführlich seiner unschuldigen Faszination für die Cure- und Duran Duran-Platten seiner älteren Schwester hingegeben und die Hooks der Hits und die Posen der Popper in sein Innerstes gesogen hatte, sorgte vor allem das Label SST und die Folgen für einen radikalen U-Turn in Sermeus' musikalischer Orientierung. Die erste Band, sie hieß Orange Black, war schnell gegründet und natürlich spielte Dieter die Gitarre und sang. Als er 17 war, durften seine Jungs und er als Vorgruppe von Pavement in einigen belgischen Clubs auftreten. Support-Gigs für Stereolab, Seam oder Unwound folgten.
In der Zwischenzeit begann Dieter in einer weiteren Band namens Napkin Vs. Soda zu spielen. Innerhalb einer sehr lebendingen Homerecording-/LoFi-Szene veröffentlichten sie mehrere Kassetten und tauchten auf zahlreichen Compilations auf. Orange Black wiederum veröffentlichten drei Alben auf Atomic und Lableman ("It's Electric", "Bright Lights", "Morning Notes") und eine 7inch ("freak generation b/w nutricious").
Vor drei Jahren begann Sermeus dann, mit elektronischer Musik zu experimentieren. Es brauchte allerdings eine ganze Zeit, bis Sermeus seinen Anspruch an gutes Songwriting mit ausgeklügelter Elektronik verbinden konnte. Einen nicht unwesentlichen Anteil am Gelingen dieses Unterfangens hatte dabei der eingangs erwähnte Styrofoam. Der lehrte Dieter die Grundlagen Computer basierter Musikproduktion. Einge der Songs auf The Go Finds Debütalbum haben ihren Ursprung in dieser frühen Phase, wurden aber in fast wöchentlichen Meetings mit Arne im Studio oder bei einigen Tassen Cappucinos immer wieder und weiter verfeinert. Als wesentlich größere Herausforderung entpuppten sich jedoch die Gesangsaufnahmen, der sich Dieter mit Bravour stellte. Diese Stimme sitzt, mittig und fest im Zentrum dieses Albums.
Aufgrund des sehr engen Austauschs zwischen Sermeus und van Petegem, besteht musikalisch eine nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeit zwischen Styrofoam und The Go Find (nichtzuletzt ist der eine des anderen Bandmitglied, wenn es ums Livespielen geht). Wo Styrofoam sich aber immer wieder nach innen wendet, ist The Go Finds grundsätzliche Stoßrichtung extrovertiert und Sermeus beweist damit ein ebenso sicheres wie unverkrampftes Gespür für Pop, der am Hirn vorbei direkt ins Herz zielt. Wenn einem dabei die zuckersüßen Songs von The Postal Service oder das herbstliche Glühen von The Notwist in den Sinn kommen, ist das keineswegs abwegig, denn The Go Find besetzt selbstbewusst die Schnittmenge dieser Bands, die für ihn einen wesentlichen Einfluss darstellen.
Neben seiner selbst ist sich The Go Find darüberhinaus eines gewissen Stils bewusst, denn auf die Frage, wo man seine Musik am besten hören solle, antwortet er nicht unbedingt überraschend mit "im Auto bei Nacht". Doch es muss nach Möglichkeit ein 1975er Lada sein. Für den wahrscheinlichen Fall, dass man ein solches Gefährt nicht gleich zur Hand hat, empfehlen wir die Clubbühnen der Welt, denn dort gehört The Go Find schon immer hin.
The Go Find: Miami
Over The Edge
The Go Find
4:18
Summer Quest
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5:00
City Dreamer
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2:54
What I Want
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3:45
Sky Window
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Bleeding Heart
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Modern Times
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The Party
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Igloo
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3:36
Blisters On My Thumb
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