
Ein warmer Frühsommerabend, ein goldener Ozean, eine weite Sicht. Dazu ein Album voller Popmusik, Rockmusik, Tanzmusik, Songwritermusik. Nonchalant, elegant in der Wahl der musikalischen Gesten. Manche Stücke teilen ihren smoothen Schick mit Fleetwood Macs "Rumours"-LP. Andere sind reduziert auf die nackte, wohlige Wärme von Gitarre, Stimme, Mikrophon. Dann purzeln die Akkorde aus einer weitgereisten Hammond Orgel, ein pluckernder Synthesizer, ein lächelnder Refrain. 70er, 80er, Reminiszenzen aus der Echokammer der Popmusikgeschichte, ohne sich auch nur für einen Augenblick in Vergangenem zu verlieren.
"Good sounding danceable pop tunes". Dieter Sermeus verlangt wenig von seiner Musik. Und gleichzeitig unendlich viel. Hatte er sein im Herbst 2004 auf Morr Music erschienes Debüt "Miami" noch weitgehend alleine und mit seinem Laptop eingespielt, ist er diesmal gemeinsam mit seiner Liveband, die ihn auch auf den vielen Konzerten in den vergangenen drei Jahren begleitet hat, ins Studio gegangen. The Go Find waren nun also auch während der Aufnahmen zu viert. Ihr Sound ist hingegen schlanker geworden, mit vielen Lücken für Details. Die Rhythmen präzise, auffällig unauffällig in den Vordergrund gerückt. Die Aufnahme transparent, präsent, genau komponiert. The Go Find klingen nun sanfter und auch reduzierter als noch auf "Miami". Hing damals der Himmel voller Laptop-Loops und Feedbackgitarren malen heute Bass und Schlagzeug glitzernde Sternbilder in den Horizont.
"Beautiful Night" ist eine Verheißung. Eine Ouvertüre, die durch betagte Synthie-Transistoren hinein ins Album führt. "Dictionary" startet angenehm unterkühlt, ein trockenes Schlagzeug, ein pointierter Bass. Die Band streut weitere Zutaten, Handclaps, Hooklines, punktgenaue Verzögerungen, Neonlicht. Oder ein Stück wie "Ice on Ice", das genaue Gegenteil, Mondschein, akustische Gitarren. Und diese einnehmende Stimme, die davon erzählt, wie die Erinnerungen verblassen. Und die doch so viele Erinnerungen und Assoziationen weckt. Am Ende des Tages ist "Stars on the wall" ein Album, dass sich gerne in der Vergangenheit umschaut - nur um danach von aus der Zukunft zu erzählen.
"Good sounding danceable pop tunes". Dieter Sermeus verlangt wenig von seiner Musik. Und gleichzeitig unendlich viel. Hatte er sein im Herbst 2004 auf Morr Music erschienes Debüt "Miami" noch weitgehend alleine und mit seinem Laptop eingespielt, ist er diesmal gemeinsam mit seiner Liveband, die ihn auch auf den vielen Konzerten in den vergangenen drei Jahren begleitet hat, ins Studio gegangen. The Go Find waren nun also auch während der Aufnahmen zu viert. Ihr Sound ist hingegen schlanker geworden, mit vielen Lücken für Details. Die Rhythmen präzise, auffällig unauffällig in den Vordergrund gerückt. Die Aufnahme transparent, präsent, genau komponiert. The Go Find klingen nun sanfter und auch reduzierter als noch auf "Miami". Hing damals der Himmel voller Laptop-Loops und Feedbackgitarren malen heute Bass und Schlagzeug glitzernde Sternbilder in den Horizont.
"Beautiful Night" ist eine Verheißung. Eine Ouvertüre, die durch betagte Synthie-Transistoren hinein ins Album führt. "Dictionary" startet angenehm unterkühlt, ein trockenes Schlagzeug, ein pointierter Bass. Die Band streut weitere Zutaten, Handclaps, Hooklines, punktgenaue Verzögerungen, Neonlicht. Oder ein Stück wie "Ice on Ice", das genaue Gegenteil, Mondschein, akustische Gitarren. Und diese einnehmende Stimme, die davon erzählt, wie die Erinnerungen verblassen. Und die doch so viele Erinnerungen und Assoziationen weckt. Am Ende des Tages ist "Stars on the wall" ein Album, dass sich gerne in der Vergangenheit umschaut - nur um danach von aus der Zukunft zu erzählen.
The Go Find: Stars On The Wall
Beautiful Night
The Go Find
1:53
Dictionary
The Go Find
4:04
New Year
The Go Find
3:12
Adrenaline
The Go Find
4:34
Downtown
The Go Find
2:53
Ice Cold Ice
The Go Find
5:16
25 Years
The Go Find
4:00
Monday Morning
The Go Find
2:40
We Don´t Wanna
The Go Find
2:44
Everything Is Low
The Go Find
5:57
Kid Ok
The Go Find
4:51
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