Mit ihrem dritten Album "Faking the books" setzen Lali Puna einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät, eine eigenwillige Mischung an Pop-Empfindsamkeit entgegen. Alle Zutaten sind da: Killer-Hooks, eine subtile Fusion von Untertönen, Valerie Trebeljahrs auf den ersten Blick verführerisch-beruhigende Vocals, die bei genauerem Hinhören aber das System in seinem ganzen zelluloiden, trügerischen Schein offenbaren.
Die Band konnte bereits eine höchst profilierte Hörerschaft gewinnen: Verehrt von Radiohead, verfochten durch Andrew Weatherall, zerlegt und wieder zusammen gesetzt von Bomb The Bass, unterstützt von Radioactive Man und geremixt von den Two Lone Swordsmen. Darüber hinaus ist ihnen die stetige Bewunderung einer mittlerweile beachtlichen Menge von Fans zu Teil geworden. Die Band besteht aus Mitgliedern von Notwist, dem Tied & Tickled Trio und Console; Projekten also, deren Rolle für die Entwicklung der heutigen Gitarren-Pop-Szene und ihrer Peripherie nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wenn man nun auf diesem Level solch einen Support erfährt (der mit der Veröffentlichung ihres letzten Albums "Scary World Theory" seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte), wo geht es dann hin?
Für Lali Puna kam der Fortschritt durch Selbstvertrauen: Die Verstärker wurden aufgedreht, die Instrumente eingestöpselt, die Stimme in den Vordergrund gestellt, die Erzählweise bewegt sich näher an unserer modernen, zum Teil wirren Version dieser Welt. "Faking the books" handelt von den Zeichen unserer Zeit; verkehrt den Zeitgeist in etwas, das nicht nur die musikalische Verbindung rauer Instrumentierung mit behutsam-gekonnter Produktionstechnik erforscht, sondern darüber hinaus seine Geschichte immer auch mit einem differenzierten Blick auf unsere Realität erzählt. Die Songs zeugen von einer Pop-Auffassung, die keine Angst hat, alte Synths, Stimmeffekte, Garagen-Schlagzeug, Detroit-Gitarrenschläge, umsichtig arrangierte Streicher und elektronische Bassdrums mit einer Hommage an all die Bands zu mischen, die den Weg für diese Vielseitigkeit geebnet - ihr wisst schon, die Bands, die die Gitarren-Pop-Helden-Role-Models für eine neue Generation hervorgebracht haben.
Betrogen vom System, hängt Verunsicherung über "Faking the books": Eine Welt in der nichts ist, wie es scheint, eine Welt, in der man niemandem trauen kann. Die einzige Sicherheit entsteht durch die Verbindungen zu einer Band, die sich durch Stereotypen kämpft und dazu einlädt, sich in Songs zu verlieren, die man einmal gehört, nicht wieder missen möchte.
Shlom Sviri / City Centre Offices, Manchester
Die Band konnte bereits eine höchst profilierte Hörerschaft gewinnen: Verehrt von Radiohead, verfochten durch Andrew Weatherall, zerlegt und wieder zusammen gesetzt von Bomb The Bass, unterstützt von Radioactive Man und geremixt von den Two Lone Swordsmen. Darüber hinaus ist ihnen die stetige Bewunderung einer mittlerweile beachtlichen Menge von Fans zu Teil geworden. Die Band besteht aus Mitgliedern von Notwist, dem Tied & Tickled Trio und Console; Projekten also, deren Rolle für die Entwicklung der heutigen Gitarren-Pop-Szene und ihrer Peripherie nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wenn man nun auf diesem Level solch einen Support erfährt (der mit der Veröffentlichung ihres letzten Albums "Scary World Theory" seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte), wo geht es dann hin?
Für Lali Puna kam der Fortschritt durch Selbstvertrauen: Die Verstärker wurden aufgedreht, die Instrumente eingestöpselt, die Stimme in den Vordergrund gestellt, die Erzählweise bewegt sich näher an unserer modernen, zum Teil wirren Version dieser Welt. "Faking the books" handelt von den Zeichen unserer Zeit; verkehrt den Zeitgeist in etwas, das nicht nur die musikalische Verbindung rauer Instrumentierung mit behutsam-gekonnter Produktionstechnik erforscht, sondern darüber hinaus seine Geschichte immer auch mit einem differenzierten Blick auf unsere Realität erzählt. Die Songs zeugen von einer Pop-Auffassung, die keine Angst hat, alte Synths, Stimmeffekte, Garagen-Schlagzeug, Detroit-Gitarrenschläge, umsichtig arrangierte Streicher und elektronische Bassdrums mit einer Hommage an all die Bands zu mischen, die den Weg für diese Vielseitigkeit geebnet - ihr wisst schon, die Bands, die die Gitarren-Pop-Helden-Role-Models für eine neue Generation hervorgebracht haben.
Betrogen vom System, hängt Verunsicherung über "Faking the books": Eine Welt in der nichts ist, wie es scheint, eine Welt, in der man niemandem trauen kann. Die einzige Sicherheit entsteht durch die Verbindungen zu einer Band, die sich durch Stereotypen kämpft und dazu einlädt, sich in Songs zu verlieren, die man einmal gehört, nicht wieder missen möchte.
Shlom Sviri / City Centre Offices, Manchester
Lali Puna: Faking The Books
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