
Saroos ist der imaginäre, entlegene Ort, an dem dieses eindrucksvolle Album entstand.
Saroos sind Florian Zimmer und Christoph Brandner.
Sie veröffentlichen ein gleichnamiges Debut voller räumlich-rhythmisch einander nicht die Tür einrennender Anliegen.
Das ist eine echte Bucht - Musik, die in steter Bewegung ruht, offen und geschützt. Saroos' maximaler Minimalismus widerlegt die Vorstellung, dass elektronisch bewanderte Drummer in der Regel affektive Schläge filigraner Zeugung vorziehen. Hier zumindest ist es umgekehrt: Weiche Splitter von Sequenzen, untergründig, subkutan.
Wo Toms die Kickdrum abklappern, erhebt sich sachte und gewiss ein schnarrend schönes Rhythmusgewölbe. Filigrane Massenaufläufe aus stakkatonalen Schlieren und klar strukturiertem Klanggemenge.
Das Durchtickern eines Metrognoms hier, die Echoloslösung bekannter Cluster dort. So findet das statt, was wir Fluss nennen. Im tiefen Substrom, nahe dem Boden treiben Saroos sinnstiftend akzentuiertes Soundgut und gitarrenmustergültiges Geäst auf perkussiven Felsbruch zu.
Der Abstand zur Oberfläche wird zeitweilig verkürzt, die Musik in stillere Becken geführt, nur um den nächsten Abschnitt noch tiefer zu nehmen. Ein Wassermann wird aufgeschreckt, es ist Anticons Alias, der „During This Course“ lernt, dann die Fiktion des Gehörten: bei „Everyone Was There“ geben sich die Kobolde von Andrew Weatheralls Sabres Of Paradise ein schemenhaftes Stelldichein, irgendwo sichtet man im Algenschleier des einen („One“) gar die Geister von Slint. War das dräuende Knäuel dahinten nur die Folge von „Troubled Sleep“ ? Was ist gespielt, was ist akustisch, welche Antenne funkt was? Saroos’ Welt wächst gemäß einer intuitiv geplanten Eingebung: nicht wildwüchsig, nicht wie ein Schwarm, sie will und gibt eher Ruhe, sie meidet den sicheren Weg zugunsten der Schlucht und macht sich blendend im Nebel.
Was sind Saroos? Lava in schnell, Zeit zur Musik, ein perkussives Album in melodischem Zwielicht.
Eigenartig, eingängig und lebensgroß.
Saroos sind Florian Zimmer und Christoph Brandner.
Sie veröffentlichen ein gleichnamiges Debut voller räumlich-rhythmisch einander nicht die Tür einrennender Anliegen.
Das ist eine echte Bucht - Musik, die in steter Bewegung ruht, offen und geschützt. Saroos' maximaler Minimalismus widerlegt die Vorstellung, dass elektronisch bewanderte Drummer in der Regel affektive Schläge filigraner Zeugung vorziehen. Hier zumindest ist es umgekehrt: Weiche Splitter von Sequenzen, untergründig, subkutan.
Wo Toms die Kickdrum abklappern, erhebt sich sachte und gewiss ein schnarrend schönes Rhythmusgewölbe. Filigrane Massenaufläufe aus stakkatonalen Schlieren und klar strukturiertem Klanggemenge.
Das Durchtickern eines Metrognoms hier, die Echoloslösung bekannter Cluster dort. So findet das statt, was wir Fluss nennen. Im tiefen Substrom, nahe dem Boden treiben Saroos sinnstiftend akzentuiertes Soundgut und gitarrenmustergültiges Geäst auf perkussiven Felsbruch zu.
Der Abstand zur Oberfläche wird zeitweilig verkürzt, die Musik in stillere Becken geführt, nur um den nächsten Abschnitt noch tiefer zu nehmen. Ein Wassermann wird aufgeschreckt, es ist Anticons Alias, der „During This Course“ lernt, dann die Fiktion des Gehörten: bei „Everyone Was There“ geben sich die Kobolde von Andrew Weatheralls Sabres Of Paradise ein schemenhaftes Stelldichein, irgendwo sichtet man im Algenschleier des einen („One“) gar die Geister von Slint. War das dräuende Knäuel dahinten nur die Folge von „Troubled Sleep“ ? Was ist gespielt, was ist akustisch, welche Antenne funkt was? Saroos’ Welt wächst gemäß einer intuitiv geplanten Eingebung: nicht wildwüchsig, nicht wie ein Schwarm, sie will und gibt eher Ruhe, sie meidet den sicheren Weg zugunsten der Schlucht und macht sich blendend im Nebel.
Was sind Saroos? Lava in schnell, Zeit zur Musik, ein perkussives Album in melodischem Zwielicht.
Eigenartig, eingängig und lebensgroß.
Saroos: S/T
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