
20. Ein gesundes Alter, um alten Ikonen subtil in den Arsch zu treten. Limp, vier blutjunge Recken aus Odense/Dänemark und nach Lali Puna zweites Bandprojekt auf Morr Music, machen seit 10 Jahren gemeinsam Musik haben auf „orion“ nicht nur virtuose Ruhe für sich erobert sondern auch der Elektronik ein signifikantes Plätzchen eingeräumt.
Wenn Limp, wertfrei inspiriert von intelligenter Elektronik und Chicago-Rock, dabei laut eigener Aussage auch „Rock- und Popelemente der 80er und 90er" - die einschlägig roten Tücher eines jeden mitteljungen Menschen – aufsaugen und verbraten, ungeniert die stadionkompatible Größe und ergreifenden Popmomente mainstreamkompatibler Alternativphänomene wie The Cure, Depeche Mode oder gar U2 zitieren, so geschieht dies auf eine Art und Weise, die uns jeden kritischen Boden unter den Füßen wegwischt.
Im respektlos objektiven Umgang mit den zweifelhaften Referenzen einer älteren Geschwister-Generation (wo Standards nicht unweigerlich mit theatralischen Rotwein-Stranderlebnissen, traumatischen Teenieliebschaften, ersten Konzertbesuchen oder eklatanten Mode-Faux-Pax verkettet sind), ohne Blick auf Herkunft oder zeitverhaftete Coolness, zeigt sich hier frisch und differenziert der Einfluss vier eigenständiger Musiker mit eigenen Elektronikprojekten (Manual, Aerosol, Syntaks) im perfekt austarierten Zusammenspiel klassischer Instrumente und digitaler Helfer.
Vornehmlich entspannt und verträumt, dabei ähnlich episch und flächig geschichtet wie Mogwai oder pointierte Elemente von Slowdive bis Boards of Canada scheut „orion“ sich nicht, unglaubliche Melodien minutenlang auszureizen - Kontraste finden zueinander und vergessen ihre Herkunft, folgen im Laufe der sechs Tracks einer kontinuierlich erzählerischen Struktur, deren Geschichte sich bildhaft in den Kopf des Hörers schleicht.
Scheinbar locker aus dem Handgelenk gespielt verraten Limp sorgfältigsten Feinschliff hinter jugendlichem Punk Rock Spirit, ob im heimischen Kellerproberaum, der eigenen Radiosendung oder auch als Tourbegleitung für Sea and Cake, Trans Am und Do Make Say Think.
Wenn Limp, wertfrei inspiriert von intelligenter Elektronik und Chicago-Rock, dabei laut eigener Aussage auch „Rock- und Popelemente der 80er und 90er" - die einschlägig roten Tücher eines jeden mitteljungen Menschen – aufsaugen und verbraten, ungeniert die stadionkompatible Größe und ergreifenden Popmomente mainstreamkompatibler Alternativphänomene wie The Cure, Depeche Mode oder gar U2 zitieren, so geschieht dies auf eine Art und Weise, die uns jeden kritischen Boden unter den Füßen wegwischt.
Im respektlos objektiven Umgang mit den zweifelhaften Referenzen einer älteren Geschwister-Generation (wo Standards nicht unweigerlich mit theatralischen Rotwein-Stranderlebnissen, traumatischen Teenieliebschaften, ersten Konzertbesuchen oder eklatanten Mode-Faux-Pax verkettet sind), ohne Blick auf Herkunft oder zeitverhaftete Coolness, zeigt sich hier frisch und differenziert der Einfluss vier eigenständiger Musiker mit eigenen Elektronikprojekten (Manual, Aerosol, Syntaks) im perfekt austarierten Zusammenspiel klassischer Instrumente und digitaler Helfer.
Vornehmlich entspannt und verträumt, dabei ähnlich episch und flächig geschichtet wie Mogwai oder pointierte Elemente von Slowdive bis Boards of Canada scheut „orion“ sich nicht, unglaubliche Melodien minutenlang auszureizen - Kontraste finden zueinander und vergessen ihre Herkunft, folgen im Laufe der sechs Tracks einer kontinuierlich erzählerischen Struktur, deren Geschichte sich bildhaft in den Kopf des Hörers schleicht.
Scheinbar locker aus dem Handgelenk gespielt verraten Limp sorgfältigsten Feinschliff hinter jugendlichem Punk Rock Spirit, ob im heimischen Kellerproberaum, der eigenen Radiosendung oder auch als Tourbegleitung für Sea and Cake, Trans Am und Do Make Say Think.
Limp: Orion
Towards
Limp
04:47
City Speaks Tonight
Limp
06:05
Interstellar
Limp
04:26
Orion
Limp
06:26
Night Clouds
Limp
06:15
Betelgeuze
Limp
02:30
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