Aloa Input

Anysome

Morr Music morr 125-cd
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Die Buschtrommeln vermelden in unregelmäßigen Abständen, dass die Artenvielfalt auf Mutter Erde bedroht ist. Doch vergisst der besorgte Mitverursacher der Misere dabei allzu oft, dass sich dieses Phänomen eben nicht nur auf Regenwälder, Ozeane und Co. beschränkt. Auch die Menschheit bzw. deren Kultur neigt seit eh und je zu Integration, Monotonie, Vereinheitlichung. Beispiele dafür gibt’s zu viele: von Anglizismen bis Junkfood, von Kartoffelsorten bis hin zum Smartphone, das längst ganze Taschen voll Gadgets und Angeberzeug ersetzt - und im Idealfall verbunden ist mit der Cloud, unsichtbarer Ersatz für ganz unterschiedliche Schatzkisten vergangener Tage: Super-8-Archiv, Plattenregal, CD-Sammlung, Tape-Kollektion im verstaubten Fußraum des Autos.
Ein Glück, dass sich drei Herren aus den Auen des New Weird Bavaria unisono und gelegentlich lautstark gegen das Voranschreiten von Entropie und Gleichförmigkeit zu wehren wissen: Aloa Input ist so gesehen nicht nur Bandname, sondern auch -motto von Cico Beck (aka Joasihno), Marcus Grassl (ehemals Missent To Denmark) und Florian Kreier (aka Angela Aux). Denn an Input, das hört man sofort, können sie ganz offensichtlich gar nicht genug kriegen. Noch wichtiger vielleicht: Ihre kollektiven Filter, denn die braucht man dann, sind dermaßen stilsicher, dass sich ihr Output wie eine gut organisierte Reise mit sechs Fingern über die globale musikalische Landkarte anhört. Eine Landkarte wohlgemerkt, die spätestens im digitalen Jetzt locker auf die Größe des Erdballs selbst angewachsen – ergo nutzlos wie bei Borges – ist.
Schon aufgrund der großen Zahl an recht offensichtlichen Input-Gebern, über die sich Aloa Input längst einig sind (Animal Collective, Eno, Beck, Beatles, Morricone, Why?, Can, The Notwist etc.), sprechen sie selbst, schön geographisch, von „Gitarren von Cape Town bis Portland, Rhythmik von Berlin bis Chicago und Gesängen von New York bis Düsseldorf“. Doch wären da natürlich auch die exotischen Exkurse, die Lust am Experiment, der Hang zur Hook, die überschwänglich-hypnotischen Choreinlagen, die elektronischen Horizonte, gerne gebettet auf einer Basslaufminiatur. Jede Vorliebe darf sofort wieder hinterfragt, ja verworfen werden. Die andere Kunst, die Aloa Input neben dem stilsichern Filtern beherrschen: Ihre Route ist trotzdem keine Zickzacklinie.
Schon mit dem „Prelude“ betreten wir eine Welt, die umgekehrt wie das Flirren einer Laterna Magica auf uns zuzurollen scheint: Erdbeerfelder-Orgel und hier noch seichtes Gezwitscher, führen über in den nächsten Landstrich („Another Green World“), wo bedingungslose Ausgelassenheit herrscht: Immer schön vorwärts preschend, schweifen Aloa Input hier schon aus in alle erdenklichen Richtungen, niemals ab, und schaffen vor allem eines: Die wilde, ungezügelte, vielfältige Natur, überzogen mit Reverb, wirkt bei ihnen kein bisschen lebensfeindlich, sondern einfach nur überwältigend. Mal gedrosselter World-Pop auf der Suche nach Transzendenz („Prblms“), mal Müllverbrennung in Afrika, wo der Busch (und das Kraut-Erbe) brennt („Rubbish“), dann plötzlich, etwas später, eine cLOUDDEAD-Fata-Morgana (daher vielleicht: „Clouds So Far“), immer wieder diese Euphorie-Chöre mit melancholischer Falltür, immer wieder die Einsicht, dass man zwar nicht jünger wird, aber der Fluss der Zeit, alle vier Minuten anders, ja noch so einiges zu bieten haben kann – wenn man nur für genügend Input sorgt.
Zum Ende noch ihre „Abschlusstrilogie“, wie die Band sagt, in Form von „Going Home“ (nickendes Aufstehen, dann doch wieder Setzen), „Someday Morning“ (Radiofreundlichkeit rückwärts), schließlich „Zweiklang“, natürlich etwas länger, weil wer will schon aufhören. Dann Ankommen und Auspacken, und wir wissen: „Anysome“ ist überall.

Aloa Input: Anysome

Prelude Aloa Input 01:52
Another Green World Aloa Input 04:03
Prblms Aloa Input 03:49
Rubbish Aloa Input 04:01
This Must Be The Age Aloa Input 01:36
Chasing Shades Aloa Input 03:39
Interlude Aloa Input 01:23
Clouds So Far Aloa Input 04:19
Radio Aloa Input 03:30
Mellow Red Ball Aloa Input 03:20
Going Home Aloa Input 03:50
Someday Morning Aloa Input 04:04
Zweiklang Aloa Input 05:05

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