
Ein weiteres, ein viertes Mal bedient sich die Berliner Künstlerin Tonia Reeh als Monotekktoni ihrer klobigen, alten Synthesizer, um sich wiederum dieser höchst seltsamen Welt entgegenzuwerfen, sich der Beliebigkeit, der Vereinnahmung, der Gleichgültigkeit zu widersetzen. Das hört nicht auf, wenn auch der Rahmen sich verändert haben mag. Die Dinge gehen auseinander, so fühlt es sich an. Die Bezugspunkte verschwimmen, verlieren sich oder ihre Bedeutung. Das Gerede ist groß von Gentrifizierung, noch mal etwas anderes ist es, selbst davon betroffen zu sein. Aus Wohn- und Arbeitsraum gedrängt zu werden, aus dem Stadtviertel, in dem man aufwuchs, aus den Orten, an denen die eigene Identität hängt. Nun also ein neues Viertel, ein neuer Ort, den es mit Leben zu füllen gilt. Und warten auf den immer gleichen Prozess. Auf das ständige Auf und Ab.
Rückzug also auf den unverhandelbaren Kern. Drum herum eine Burg aus Lärm und Verzerrung, aus schepperndem Beat und wilden Bewegungen. Nur um das Wesentliche zu behüten. Das Unbedarfte und die Offenheit. So ist die Musik auf diesem neuen Album ein Spiel mit und zwischen den äußeren Gegensätzen. Hier Elektro-Noise und Radau, darunter dann die schönsten Harmoniebewegungen. Dort die kühlen, ausgefeilten Konstrukte, die der bewussten Inkaufnahme von Fehlern gegenüberstehen, andererseits dem Versinken in Minimal-Geflechten oder der kompletten Improvisation ganzer Passagen. All die kochende Wut und dass es irgendwann zum Lachen ist. Die schönste Freude ist die Schadenfreude, erst recht wenn Du Dir selbst dabei zusiehst, wie Du ein weiteres Mal von der Leiter fällst. Und schließlich die Bündelung der vielen knarrenden, knarzenden und bockigen Schichten zu immer gradliniger werdenden Liedern. Wenn auch der äußere Schein trügt. Das ist immer noch kein Pop, hier geht es nach wie vor auf´s Ganze. Es wird nicht einfacher, falsche Zeit, falscher Ort und das immer wieder vermittelt zu bekommen. Fast schon ein Ritual. Am Ende wirst Du es sowieso wieder anders gemacht haben wollen, wirst Du in Bewegung bleiben. Du musst immer einen Schritt nach dem anderen setzen.
Rückzug also auf den unverhandelbaren Kern. Drum herum eine Burg aus Lärm und Verzerrung, aus schepperndem Beat und wilden Bewegungen. Nur um das Wesentliche zu behüten. Das Unbedarfte und die Offenheit. So ist die Musik auf diesem neuen Album ein Spiel mit und zwischen den äußeren Gegensätzen. Hier Elektro-Noise und Radau, darunter dann die schönsten Harmoniebewegungen. Dort die kühlen, ausgefeilten Konstrukte, die der bewussten Inkaufnahme von Fehlern gegenüberstehen, andererseits dem Versinken in Minimal-Geflechten oder der kompletten Improvisation ganzer Passagen. All die kochende Wut und dass es irgendwann zum Lachen ist. Die schönste Freude ist die Schadenfreude, erst recht wenn Du Dir selbst dabei zusiehst, wie Du ein weiteres Mal von der Leiter fällst. Und schließlich die Bündelung der vielen knarrenden, knarzenden und bockigen Schichten zu immer gradliniger werdenden Liedern. Wenn auch der äußere Schein trügt. Das ist immer noch kein Pop, hier geht es nach wie vor auf´s Ganze. Es wird nicht einfacher, falsche Zeit, falscher Ort und das immer wieder vermittelt zu bekommen. Fast schon ein Ritual. Am Ende wirst Du es sowieso wieder anders gemacht haben wollen, wirst Du in Bewegung bleiben. Du musst immer einen Schritt nach dem anderen setzen.
Monotekktoni: Different Steps To Stumble
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