
Die "Pan or ama", die Debüt-CD von Console, erschienen auf Payola, gab es lange vor "Rocket In The Pocket", die spätestens mit dem Überhit "14 Zero Zero" in die Indie-Charts und unsere privaten Top Ten kletterte.
Der Rest ist Geschichte, Martin Gretschmann, der Einzeltäter hinter Console, der aber zuweilen auch eine ganze Band hinter den Projektnamen sperrt, schritt durch alle Höhen und wenige Tiefen des Popstartums, veröffentliche mittlerweile fünf Alben und ist heute nicht mehr wegzudenken aus der Welt des elektronischen Songs. Die "Pan or ama" aber von der es seinerzeit nur 1000 Stück gab, ist weitgehend vergessen. Dabei traf sie bis ins Herz. Nicht nur, aber auch mich.
Die "Pan or ama" berührte mich tief. Eine beseelte Platte, Tracks mit Beats, durch die zage Melodieführung wurden diese dann zu Songs. Contemplativ, doch nicht nicht berührend, im Gegenteil. Das siebte Stück schließlich, das nicht einmal einen Namen trägt, brach in meine Gefühlslandschaft ein wie zuvor nur "Radio 4" von Public Image Ltd., auf der "Second Edition" dem Re-Release der "Metal Box", das mit seiner Weichheit wie ein Monolith ist, am Ende von all dem Lärm, stärker kräftiger als dieser. An das Stück ohne Namen konnte ich wieder meiner alten Theorie nachhängen, derzufolge Schönheit entsteht, wo Ironie, Verweigerung und Verstand zusammentreffen. Nun, acht Jahre später, hat die Platte, die für mich um dieses Zentrum kreist, nichts von seiner Schönheit verloren, auch die beiden, bei diesem ersten Re-Release auf das namenlose Stück folgenden Stücke "Slow Motion" und "Ladybug", die beide aus einer Zeit stammen, in der "Pan or ama" eingespielt wurde, nehmen der Platte nichts von ihrer Schönheit, sondern ergänzen sie kongenial. Nur liegt das Epizentrum der Platte nun nicht mehr am Ende, sondern verzückt kurz vor Schluss und macht einen den beiden letzten Stücken gegenüber wehrlos.
Diese Platte ist nicht nur Material für Forscherinnen und Forscher, die wissen wollen, wo dieser, dieses, unser Console herkommt, sondern auch ein ganzes musikalisches Melodram für Leute, die ihre Gefühle nicht einfach haben, sondern sie sich leisten müssen. Zwingend das. Schön. Sehr sehr schön.(Text von Jörg Sundermeier)
Der Rest ist Geschichte, Martin Gretschmann, der Einzeltäter hinter Console, der aber zuweilen auch eine ganze Band hinter den Projektnamen sperrt, schritt durch alle Höhen und wenige Tiefen des Popstartums, veröffentliche mittlerweile fünf Alben und ist heute nicht mehr wegzudenken aus der Welt des elektronischen Songs. Die "Pan or ama" aber von der es seinerzeit nur 1000 Stück gab, ist weitgehend vergessen. Dabei traf sie bis ins Herz. Nicht nur, aber auch mich.
Die "Pan or ama" berührte mich tief. Eine beseelte Platte, Tracks mit Beats, durch die zage Melodieführung wurden diese dann zu Songs. Contemplativ, doch nicht nicht berührend, im Gegenteil. Das siebte Stück schließlich, das nicht einmal einen Namen trägt, brach in meine Gefühlslandschaft ein wie zuvor nur "Radio 4" von Public Image Ltd., auf der "Second Edition" dem Re-Release der "Metal Box", das mit seiner Weichheit wie ein Monolith ist, am Ende von all dem Lärm, stärker kräftiger als dieser. An das Stück ohne Namen konnte ich wieder meiner alten Theorie nachhängen, derzufolge Schönheit entsteht, wo Ironie, Verweigerung und Verstand zusammentreffen. Nun, acht Jahre später, hat die Platte, die für mich um dieses Zentrum kreist, nichts von seiner Schönheit verloren, auch die beiden, bei diesem ersten Re-Release auf das namenlose Stück folgenden Stücke "Slow Motion" und "Ladybug", die beide aus einer Zeit stammen, in der "Pan or ama" eingespielt wurde, nehmen der Platte nichts von ihrer Schönheit, sondern ergänzen sie kongenial. Nur liegt das Epizentrum der Platte nun nicht mehr am Ende, sondern verzückt kurz vor Schluss und macht einen den beiden letzten Stücken gegenüber wehrlos.
Diese Platte ist nicht nur Material für Forscherinnen und Forscher, die wissen wollen, wo dieser, dieses, unser Console herkommt, sondern auch ein ganzes musikalisches Melodram für Leute, die ihre Gefühle nicht einfach haben, sondern sie sich leisten müssen. Zwingend das. Schön. Sehr sehr schön.(Text von Jörg Sundermeier)
Console: Pan Or Ama
Tunnel Vision
Console
6:15
Train Set
Console
6:24
The Tonic
Console
6:40
Dark Room
Console
5:52
Display
Console
5:58
Davy Jones Locker
Console
5:36
Untitled
Console
3:36
Slow Motion
Console
6:32
Lady Bug
Console
10:47
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