
Figur 5, das fünfte Album. Figur 5, wie beim Eiskunstlaufen vielleicht, wo die strenge Choreografie ja auch in Figuren unterteilt wird. Die Choreografie von Couch-Songs war schon immer streng. Eindeutig, besser gesagt: jedes Instrument, jeder Ton an seinem Platz, in seiner Position. Couch-Songs ziehen ihre Lebendigkeit gerade aus dieser stoischen Konsequenz. Mit dem Jazz teilen sie das Vertrauen in den reinen Klang, mit Postrock eine Epoche, mehr vielleicht nicht. Couch funktionieren jenseits von Experiment und Improvisation - kein man könnte ja mal, sondern so und nicht anders. Gitarre, Bass, Schlagzeug und bald auch das Keyboard, ein hermetischer Raum.
Das war schon 1995 so, als das erste Album des Münchener Trios auf dem Weilheimer Label Kollaps erschienen war. Oder zwei Jahre später, als die Band ihren pragmatischen Umgang mit den Tönen in einen Albumtitel gepackt hat: etwas benutzen. Und langsam deutete sich an, was auf den Alben fantasy (1999) und profane (2001) dann Knospen und Blüten treiben sollte. Couch-Stücke waren zu Popsongs gewachsen. Instrumentalmusik in Aufbruchsstimmung, euphorische Hymnen, denen oft vier oder fünf Töne genügen sollten. Und die Kunst des repetitiven Überschwangs. Songs von Couch sind oft wie eine perfekte Welle - nicht die von Juli, sondern solche im November vor der Ostküste Hawaiis. Einmal aufgebrochen, hört man sie wachsen und wachsen, sieht man sie leuchten.
gegen alles bereit beendet eine fast fünfjährige Schaffenspause. Ein Opener, der die Richtung weist und die Ansprüche justiert. Ohne Intro, alles beginnt mittendrin. Ein schwelgendes Gitarrenmotiv, ein hochgedrehtes Roadmovie, wuchtig, trocken, ohne Umwege.
Ähnlich und anders zwei streifen blau. Mit Lust zur Lücke und einem Keyboard jenseits von Retro und Electronica. Stimmungen aufbauen Stimmungen zerstreuen. In alles sagt ja dann wieder die Gitarren, übereinander, laut und leise, gezupft und getrieben, wiederkehrende Melodien, fortwährende Modulationen. Figur 5 ist ein kraftvolles, nie kraftstrotzendes Album.
Eins noch, denn auch das ist Figur 5: das erste Couch-Album auf Morr Music. Ein Ankommen, ein konsequenter Schritt, konsequent wie die Musik von Couch. Musik ohne Gesang und Soli, auch weiterhin.
Das war schon 1995 so, als das erste Album des Münchener Trios auf dem Weilheimer Label Kollaps erschienen war. Oder zwei Jahre später, als die Band ihren pragmatischen Umgang mit den Tönen in einen Albumtitel gepackt hat: etwas benutzen. Und langsam deutete sich an, was auf den Alben fantasy (1999) und profane (2001) dann Knospen und Blüten treiben sollte. Couch-Stücke waren zu Popsongs gewachsen. Instrumentalmusik in Aufbruchsstimmung, euphorische Hymnen, denen oft vier oder fünf Töne genügen sollten. Und die Kunst des repetitiven Überschwangs. Songs von Couch sind oft wie eine perfekte Welle - nicht die von Juli, sondern solche im November vor der Ostküste Hawaiis. Einmal aufgebrochen, hört man sie wachsen und wachsen, sieht man sie leuchten.
gegen alles bereit beendet eine fast fünfjährige Schaffenspause. Ein Opener, der die Richtung weist und die Ansprüche justiert. Ohne Intro, alles beginnt mittendrin. Ein schwelgendes Gitarrenmotiv, ein hochgedrehtes Roadmovie, wuchtig, trocken, ohne Umwege.
Ähnlich und anders zwei streifen blau. Mit Lust zur Lücke und einem Keyboard jenseits von Retro und Electronica. Stimmungen aufbauen Stimmungen zerstreuen. In alles sagt ja dann wieder die Gitarren, übereinander, laut und leise, gezupft und getrieben, wiederkehrende Melodien, fortwährende Modulationen. Figur 5 ist ein kraftvolles, nie kraftstrotzendes Album.
Eins noch, denn auch das ist Figur 5: das erste Couch-Album auf Morr Music. Ein Ankommen, ein konsequenter Schritt, konsequent wie die Musik von Couch. Musik ohne Gesang und Soli, auch weiterhin.
Couch: Figur 5
Gegen Alles Bereit
Couch
4:24
Zwei Streifen Im Blau
Couch
4:30
Alles Sagt Ja
Couch
3:33
Blinde Zeichen
Couch
4:59
Position: Wieder Eins
Couch
4:35
Große Verzögerung
Couch
3:43
Manchmal Immer Wieder
Couch
5:24
Einhängen Und Positiver
Couch
4:06
Lässt Nicht Nach
Couch
6:02
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