
Für seine zweite Kalk Pets verfeinert Antonelli seinen Sound mal wieder ein paar Umdrehungen weiter und zeigt im zehnten Jahr seines Bestehens, dass von der sympathischen Ein-Mann-Band aus Düsseldorf immer wieder und immer weiter Überraschungen zu erwarten sind.
Apropos weiter: ride on black train möchte man als Aufforderung verstehen und dem hypnotisch vor sich hin rollenden Zug zurufen, er möge doch bitte und bitte und bitte immer weiter fahren und fahren und fahren und fahren. Eine Bassdrum, genau so lecker wie Himmelsbrot, aber etwas trockener. Melodie-Miniaturen, die man sich gerne dick aufs Brötchen streichen möchte. Sounds und Soundchen zum wieder dran Glauben - und jaaaa, dieser Harmoniewechsel ...
Die Acht-Minuten-Marke passiert der Track indes spielend, und es hätten sicher noch ein paar Haltestellen folgen dürfen. Andererseits muss ja irgendwann Schluss sein - und dieses Stimmungsdings, pendelnd zwischen besorgniserregend und versöhnlich, macht doch letztlich ganz schön weiche Knie.
the curious skeleton hält sich dann dezent zurück und versucht erst gar nicht, es mit dem mächtigen Zug auf der anderen Seite aufzunehmen. Wozu auch? Mit seiner milden Bassdrum und den elastischen Melodiesprengseln ist das sympathische Skelett sich schließlich selbst gut genug, klöppelt sanft und stoisch vor sich hin und dreht sich langsam im Knochen-Kreis - der perfekte elektronische Soundtrack zur Augsburger Puppenkiste.
Der sleeptrack dann ist nicht zuletzt wegen seiner Kürze wohl eher als Fingerübung zu verstehen - und bei diesem merkwürdigen, fiebrig schwellenden Unterton möchte man vielleicht lieber gar nicht dabei sein, wenn er dereinst aufwacht. Es flackert, pulst und dräut - aber ehe einem noch richtig ungemütlich wird, ist es schon vorbei
Apropos weiter: ride on black train möchte man als Aufforderung verstehen und dem hypnotisch vor sich hin rollenden Zug zurufen, er möge doch bitte und bitte und bitte immer weiter fahren und fahren und fahren und fahren. Eine Bassdrum, genau so lecker wie Himmelsbrot, aber etwas trockener. Melodie-Miniaturen, die man sich gerne dick aufs Brötchen streichen möchte. Sounds und Soundchen zum wieder dran Glauben - und jaaaa, dieser Harmoniewechsel ...
Die Acht-Minuten-Marke passiert der Track indes spielend, und es hätten sicher noch ein paar Haltestellen folgen dürfen. Andererseits muss ja irgendwann Schluss sein - und dieses Stimmungsdings, pendelnd zwischen besorgniserregend und versöhnlich, macht doch letztlich ganz schön weiche Knie.
the curious skeleton hält sich dann dezent zurück und versucht erst gar nicht, es mit dem mächtigen Zug auf der anderen Seite aufzunehmen. Wozu auch? Mit seiner milden Bassdrum und den elastischen Melodiesprengseln ist das sympathische Skelett sich schließlich selbst gut genug, klöppelt sanft und stoisch vor sich hin und dreht sich langsam im Knochen-Kreis - der perfekte elektronische Soundtrack zur Augsburger Puppenkiste.
Der sleeptrack dann ist nicht zuletzt wegen seiner Kürze wohl eher als Fingerübung zu verstehen - und bei diesem merkwürdigen, fiebrig schwellenden Unterton möchte man vielleicht lieber gar nicht dabei sein, wenn er dereinst aufwacht. Es flackert, pulst und dräut - aber ehe einem noch richtig ungemütlich wird, ist es schon vorbei
Antonelli: Ride On A Black Train EP
Ride On A Black Train
Antonelli
8:24
The Curious Skeleton
Antonelli
7:08
Sleeptrack
Antonelli
2:44
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